Wer bestimmt über meinen Bestand an Quilts?

8 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
#1 2. Februar 2018
Wolfgang Eibisch

Wer bestimmt über meinen Bestand an Quilts?

Wolfgang Eibisch Februar 2018
Was Gutes tun?
Die folgenden Gedanken sind angeregt durch ein Interview in der Patchwork Prof 01/2018 mit Sabi Westoby. Sie hat in 20 Jahren mehr als 100 Quilts geschaffen und in der Erkenntnis, dass diese statt zu lagern einen guten Zweck in der Wohltätigkeit erfüllen können, etwa die Hälfte meist für Kinder in Not gespendet.
Es liegt in der Logik der Geschichte Patchwork in Europa und Deutschland, dass diese gesamte Fragestellung sich jetzt verbreitet stellen wird.
Wie viele vergleichbare Lagerbestände kann man bei einigen Gilde-Mitgliedern finden? Vor 20 Jahren oder gar vor 30 Jahren das Hobby Patchwork entdeckt, seit 10-15 Jahren in Rente und das Hobby forciert, alle Flächen in der Wohnung belegt und alle Wünsche der Kinder und Verwandtschaft erfüllt, wächst der Bestand stetig. Was wird damit eines Tages? Die Familie hat zwar Verständnis aber keine gleiche Wertschätzung, jede Arbeit erzählt der Autorin ihre Geschichte, oft hängen Herzblut und viele Stunden Arbeit daran. Buchhalterisch ist wohl jeder Verkauf an Privat eine Verlustrechnung, aber im Schrank liegend verweigert die Künstlerin ihrer Umgebung die Freude an einer schönen Arbeit und sich Freude und Stolz für die Anerkennung. Schenke zu Lebzeiten….
Jede gelungene Arbeit der textilen Kunst im öffentlichen Raum sei es als Schenkung oder Leihgabe ist ein Beitrag zur Propagierung und Anerkennung als Kunstgattung. Ja, die Museumsdirektionen in Deutschland haben immer noch nicht die Türen offen für das Thema Patchwork/Quilten, aber durch Leihgabe oder Schenkung verbunden mit einer Ausstellung lässt sich ein Anfang machen. Die dekorative Ausstattung einer Schule an sichtbarer Stelle oder im Rektorenzimmer, im Eingangsbereich eines Krankenhauses, bei einem Rechtsanwalt oder in der Arztpraxis (gerade dort hängen oft große Plakate MOMA, Louvre..), Kinder in Not wären doch würdige Standorte. Der Phantasie keine Grenzen setzen, Probieren geht über Studieren.
Aber vielleicht ist das gar nicht neu, vielleicht gibt es schon praktische Erfahrungen. Eine Diskussion im Forum oder in der Facebookgruppe kann gestartet werden.

5. Februar 2018
Eli Thomae
Bild des Benutzers Eli Thomae

Wer bestimmt über meinen Bestand an Quilts?.....Ich......wink

7. Februar 2018 (auf Beitrag #2 antworten)
Wolfgang Eibisch

Das will ja niemand ändern, Du hast ja viele Enkel und villeicht schon oder bald Urenkel, aber wie groß der bereits lagernde Bestand?

7. Februar 2018
Wiebke Maschitzki
Bild des Benutzers Wiebke Maschitzki

Meine Quilts zu spenden - diese Idee habe ich schon länger. Das möchte ich am liebsten dann noch rechtzeitig selbst organisieren. Ich denke dabei an die SOS-Kinderdörfer oder die Hospizeinrichtungen.

Alle Kinder haben schon genügend oder wollen auch gar nicht mehr.

Kommen hier vielleicht noch mehr Vorschläge?

7. Februar 2018 (auf Beitrag #4 antworten)
Wolfgang Eibisch

Eine attraktive Idee, mit der man in die Medien kommen könnte, wenn das erstens auf der Ebene Gilde Vorstand und Vorstand SOS Kinderdorf als Aktion abläuft. Zweitens umfasst die Aktion die Schenkung von freiwillig gespendeten Quilts mit namentlicher Nennung der Spender und auf lokaler Ebene im Kinderdorf ein kleiner Event (Projekt und Kurs). Drittens ein gutes Presserelease, Konzept soziale Medien und Funk und Fernsehen. Zeitpunkt Jahresende die hohe Zeit des Spendens. Ich würde mitmachen.

7. Februar 2018
Bea Galler
Bild des Benutzers Bea Galler

Meine persönliche Meinung: Eine Erbschaft empfinde ich als etwas sehr persönliches.
Sicherlich wird es auch Menschen (Erbgeber oder auch Erbnehmer) geben, die sich gern etwas aus der Hand nehmen lassen. Dafür sehe ich aber eher einen Nachlassverwalter in der Pflicht, der beauftragt werden müßte. So eine Nachlassverwaltung muss stemmbar bleiben: zeitlich, geldlich und rechtlich! Die Kosten einer solchen Verwaltung sind nicht zu unterschätzen. Die Beachtung von rechtlichen Vorgaben, hier insbesondere das Erbrecht, ist zwingend notwendig. Tut mir leid, wenn ich bei all dem Elan, der gerade hier rüber schwappt, eine nüchterne Betrachtung wage.
Und - welche Spenden-Empfänger dieser Nachlässe auch immer - auch diese Begünstigten sind irgendwann einmal versorgt. Manche der möglichen Empfänger wollen vielleicht nicht "beglückt" werden. Das bedeutet Gespräche führen und dokumentieren ... also ein reichlicher Zeitfaktor.
Ich denke nicht, dass das Erbverwaltung/Spendenverwaltung Aufgabe eines Vereins, hier der Gilde, sein kann - selbst wenn man sich dadurch Werbewirksamkeiten verspricht.
Gut, wenn man sich Gedanken über sein Erbe macht. Die als "Bürde" empfundenen Quilts sollten besser vorher im Familien- oder Freundeskreis besprochen werden. Vereinsarbeit der Gilde kann eine Erbverwaltung jedoch nicht sein.
Seine Dienste als Quilt-Nachlassverwalter kann jeder anbieten.
Noch ein (nüchterner) Hinweis: Nachlasspfleger für unbekannte Erben werden vom zuständigen Nachlassgericht ausgewählt und zum gesetzlichen Vertreter bestellt. Spezielle berufliche Voraussetzungen für die Bestellung gibt es (noch) nicht. Juristische oder buchhalterische Fachkenntnisse sind jedoch von Vorteil. Zum Nachlasspfleger eignen sich daher vor allem Juristen, Steuerberater oder Berufsbetreuer.

 

8. Februar 2018 (auf Beitrag #6 antworten)
Wolfgang Eibisch

Weder bei mir noch bei Frau Maschitzki ist das Wort Nachlass zu finden. Das Gegenteil sollte man durchdenken - bei Lebzeiten nach eigener freier Entscheidung selbst die Dankbarkeit erleben! Schon das Wort Nachlass macht melancholisch. Nachlass zu erben heisst Verpflichtungen......  Also ausschließen aus weiterer Diskussion?!  Es bleibt ein ständiger individuell-lokaler Prozess mit Berichten über beeindruckende Beispiele. Dabei sollte sich  bei öffentlcihen Gebäuden und kirchlichen Einrichtungen vorher im Klaren sein, dass jeglicher Versicherungsschutz nicht realistisch ist. Und wenn dieser Prozess erfolgreich läuft, dann könnten wir an die große Aktion SOS Kinderdorf gehen. Im Internet lernt man, dass in Deutschland 230 Einrichtungen bestehen. Also kurzer Weg zum nächstgelegenen Standort für eine erste Kontaktaufnahme.

 

13. März 2018
Anne Driever

Ich war begeistert diese Thematik hier zu finden.Grundsätzlich muss jede/r für sich selbst entscheiden welche Variante frau/man gut findet.

Aber ich finde es wichtig sich mit dem Thema zu beschäftigen.