Tipp der Woche - Binding, Einfassung

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#1 14. Februar 2019
Bärbl Vollertsen
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Tipp der Woche - Binding, Einfassung

Niemand muss das Rad neu erfinden smiley In unserer Rubrik Tipps und Tricks habe ich wieder tolle Hilfen zum Thema Binding gefunden.

Viele stöhnen beim Thema Binding annähen. Und dabei macht ein schönes Binding einen liebevoll gearbeiteten Quilt noch schöner.

Zunächst braucht man dazu einen (je nach Größe des Quilts mehr oder weniger) langen Streifen. Auf die Breite gehe ich später noch ein. Je nach Gebrauch und Form des Quilts muss man sich zwischen geradem und schrägem Fadenlauf entscheiden. Für einen rechteckigen Wandquilt kann man auf jeden Fall ein Binding im geraden Fadenlauf wählen. Traditionell sagt man, dass ein Binding im schrägen Fadenlauf länger hält. Für einen Quilt, der viele Jahre in Gebrauch sein soll, sollte man das ins Auge fassen. Unausweichlich ist der schräge Fadenlauf bei einem Quilt mit Rundungen.

Es ist ratsam den Streifen schräg zusammenzusetzen. Damit hat man keine dicken Stellen, wie beim geraden Zusammensetzen. Wie man das macht ist den beiden Vidos gut beschrieben, sie zeigen auch noch, wie man das Binding fertigstellt. Ein Mal mit der Maschine, ein Mal von Hand.

Wie man sich ein Binding im schrägen Fadenlauf erstellt findet man hier.

Hier kann man sehen, wie man ein Binding an eine Bogenkante näht.

Nicht alle Quilts haben nur rechte Winkel. Wie man die Ecke in einem anderen Winkel gestaltet findet sich hier auf deutsch und hier auf englisch.

Gerade bei modernen Quilts möchte man manchmal gar kein Binding sehen. Auch dafür gibt es eine Lösung.

Und wer sagt, dass ein Binding einfarbig sein muss? Es gibt zum einen die Möglichkeit viele bunte Streifen schräg aneinanderzusetzen, z. B. die Reste aus dem Quilt. Sie sollten allerdings nicht zu kurz sein. Oder man entscheidet sich für ein Binding mit Akzentstreifen. Ein englisches Tutorial findet sich hier, ein Video hier.

Die Breite des Bindingstreifens hängt von der Dicke des Vlieses ab. Ist das Vlies sehr dick, muss ich den Streifen evtl. etwas breiter machen. Ist es sehr dünn, kann man die Nahtzugabe anpassen oder den Streifen schmaler wählen. Da muss man ein wenig ausprobieren.

Ob man ein Binding von Hand annäht oder mit der Maschine hängt m. E. immer vom Zweck des Quilts ab. Und von den eigenen Vorlieben. Ich finde es sehr gemütlich mich mit dieser letzten Arbeit des Quilts aufs Sofa zu setzen. So wird die letzte Naht für mich besonders sauber. Andere wollen schnell fertig werden und setzen sich an die Maschine. Damit das sauber gelingt bedarf es einiger Übung.

Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, empfehle ich sich gemütlich vor den PC zu setzen und die Videos und Tutorials einmal in Ruhe anzusehen. Man findet immer wieder neue Tipps und Tricks und Anregungen, auch wenn man denkt, man beherrscht das Thema schon komplett. Und für einen Anfänger sowieso. Manchmal versteht man den einen Schritt im einen Video und den nächsten Schritt im anderen Video. Keine Angst vor den Englischen Videos und Tutorials. Sie sind oft durch die Bilder ausreichend erklärt. Und man frischt im Zweifelsfalle das verschüttete Schulenglisch wieder auf.

 

 

16. Februar 2019
Eli Thomae
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Noch ein Tip von mir:

Beim schrägen Aneinandernähen der Streifen (schräg- oder geradegeschnitten) passendes Garn und kleinen Stich (1-1,5) verwenden, dann ergeben sich nicht die häßlichen Lücken in der Naht, denn hier wird auseinandergebügelt.